Ales Bayer auf RS5 Europameister 2015

EFRA Euro Sollenau SiegerehrungVergangene Woche fand im Österreichischen Sollenau die Europameisterschaft der Großmodell Tourenwagen statt. Bereits in den Trainingstagen sowie in der Qualifikation tauchten drei Namen immer wieder auf: Ales Bayer und „BA“ Arnaldi, welche beide wiederholt den Streckenrekord gebrochen haben und „Mighty“ Markus Feldmann der sich nach der Qualifikation als Top Qualifier durchsetzte.

Doch der sympathische Deutsche sollte im Finale alles Andere als von Glück verfolgt sein – stattdessen verfolgten ihn in den ersten Runden Ales und BA dicht auf den Versen. Markus konnte sich zwar am Start behaupten doch nach wenigen Runden machte er einer seiner wenigen Fahrfehler und kam weit in der Schikane. Sowohl der RS5 Pilot Ales wie auch der Genius von Arnaldi konnten am Mecatech vorbei ziehen. Im Verlauf des Rennens fiel Markus auf bis zu 6 Sekunden Rückstand zu den beiden Führenden zurück eher er in den letzten 10 Minuten zu einer furiosen Aufholjagd ansetzte.

An der Spitze jedoch entbrannte ein spannender Zweikampf zwischen dem Titelverteidiger Adnaldi und Ales, dessen Bruder Martin sich in den Jahren 2011 & 2012 diesen Titel hat sichern können. Über lange Zeit im Rennen sah der auf dem zweiten Platz liegende Genius einen ticken schneller aus; immer wieder kam es zu kleinen, aber stets fairen, Berührungen; immer wieder versuchte Bernard Alain einen weg vorbei am Tschechen zu finden.

Kurz vor Ende überschlugen sich nochmals die Ereignisse denn Markus Feldmann holte pro Runde sekundenweise auf und verkürzte seinen Abstand zum Führungsduo auf wenige Wagenlängen. Es war klar, dass man mit dem Deutschen noch mal rechnen musste! Leider musste Markus in der Schlussphase seinen Mecatech abstellen wegen Problemen mit dem Motor ehe es für Arnaldi hätte gefährlich werden können. Aber auch ohne diesen zusätzlichen Spannungsmoment überschlugen sich die Ereignisse in der Schlussphase. Arnaldi, der die ganze Zeit Druck auf den führenden RS5 ausüben konnte machte einen Fahrfehler direkt vor dem Fahrerstand. Wenig dramatisch, aber es reichte um den Franzosen aus dem Tritt zu bringen und die Reifen dreckig zu machen. In der Folge machte Arnaldi eine Reihe von Fahrfehler, räuberte durch das Gras und klappte einen Teil seiner Karosserie um was das Fahrverhalten ebenfalls negativ beeinflusste. Für eine Weile sah es so aus als wäre der Genius ernsthaft beschädigt ehe sich „BA“ wieder fangen konnte.

Vorne hatte Ales durch die Probleme seines Verfolgers Luft. Kurz musste man auch um den Tschechen bangen denn in den letzten Runden fielen auch seine Kundenzeiten dramatisch, sodass Arnaldi wieder näher und näher kam. Es stellte sich jedoch heraus, dass er seinen RS5 nur ins Ziel tragen und Sprit sparen wollte.

Das Thema Sprit und Geräuschdämmung waren zwei Themen an diesem Wochenende. Viele Fahrer mussten ihre Airboxen mit Blisterfolie oder Gaffer Tape umwickeln um Vibrationen und dadurch den Schall zu reduzieren um dem Reglement zu entsprechen und die Hitze tat ihr übriges zum Spritverbrauch; Niemand konnte daher sicher sein ein 30 Minuten Finale zu überstehen.

Souverän liess Ales sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und rollte als Erster über die Ziellinie. Hinter ihm kam Arnaldi noch auf Zwei durch’s Ziel. Der Franzose sicherte sich ebenfalls die schnellste Rennrunde mit einer 18.432s. Auf drei hat sich Dario Veseli platziert. Der Italiener war der einzige der im Rennen nicht überrundet wurde.

Dieses Tourenwagen Finale war mit Sicherheit über weite Teile eines der engsten und spannendsten Rennen der letzten Jahre. Wer sich das Finale nochmals ansehen möchte kann dies bei den Kollegen von RC Racing TV tun:

Neben den Siegern des Finales wurde auch der Jugend Europameister geführt. Hier ging der Titel nach Deutschland zum talentierten Christian Watzl auf seinem UTZ Racing Engines befeuerten H.A.R.M. und PMT Reifen der beeindruckenden den Gesamtrang 47 erreichte. Wir beglückwünschen allen Siegern und auch dem MRC-Frühwirth für eine durchweg gelungene Veranstaltung.

Rennergebnis Finale Tourenwagen:

  1. Ales Bayer – RS5/RS5/PMT – 93 Runden, 30:02.842
  2. Bernard Alain Arnaldi – Genius/Abbate/PMT – 93 Runden, 30:05.492
  3. Dario Veseli – Genius/Diablo/GRP – 93 Runden, 30:07.880
  4. Martin Lissau – Mecatech/Abbate/PMT – 92 Runden, 30:15.644
  5. Maxime Rouhier – Genius/Abbate/PMT – 92 Runden, 30:16.032
  6. Mathieu Briere – Mecatech/Abbate/PMT – 92 Runden, 30:17.419
  7. Andrea Catalani – Genius/Abbate/PMT – 90 Runden, 30:04.157
  8. Marco Weigerding – Mecatech/Xandi/PMT – 88 Runden, 30:13.149
  9. Markus Feldmann – Mecatech/Modellsport/PMT – 76 Runden, 24:23.232
  10. Jiri Vysin – RS5/RS5/PMT – 69 Runden, 22:39.256

Die gesamten Ergebnisse sind bei MyRCM zu finden.

Kommentare sind geschlossen.

Loading...