Bremslicht basteln

BremslichtNachtrennen werden immer populärer. Diverse Vereine bieten bereits Veranstaltungen an bei welchen die oft mehrstündigen Teamrennen bis in die Dunkelheit hinein gefahren werden. Dabei ist natürlich nicht nur eine Beleuchtung am Großmodell wichtig sondern auch einige optische Leckerbissen. Einer davon ist ein realistisch funktionierendes Bremslicht!

Um ein Bremslicht um zu setzen gibt es mehrere Möglichkeiten – die mehr oder weniger aufwändig oder teuer sind. Alle erfordern natürlich das Vorhandensein von Bremsleuchten. Diese werden analog zur normalen Fahrzeugbeleuchtung gebaut – schaut in den Artikel um euch hierüber schlau zu machen. Dieser soll zunächst nur auf die Ansteuerung des Bremslichts eingehen. Hierfür gibt es mehrere Methoden:

Mechanischer Schalter

Microschalter BremslichtDie einfachste, zuverlässigste und günstigste Art eine Bremslichtschaltung zu realisieren ist ein mechanischer Microschalter. Dieser wird so positioniert das die Schalterzunge vom Bremsservohebel betätigt wird sobald dieser die Bremse zieht (oder drückt). Der Schalter hat eine Tastfunktion, schaltet also ein, wenn er gedrückt wird, und schaltet aus wenn er losgelassen wird (oder umgekehrt – je nach Einbau und Anschluss). Hierbei muss der Schalter und die Verkabelung natürlich irgendwo um das Bremsservo herum platziert und genau justiert werden. Gegebenenfalls kann eine Feinjustierung durch leichtes Biegen der Schalterzunge erreicht werden.

Die Vorteile sind, dass ein solcher Schalter nur wenige Cent bis wenige Euro kostet (je nach Baugröße und Spezifikationen / Abgebildeter Schalter ist die Bestellnummer ‚709493 – 62‘ bei Conrad.de). Die Funktion hängt nicht mit dem Empfänger und dessen Stromkreis zusammen und funktioniert, sobald eingerichtet, sehr zuverlässig. Nicht ideal ist dieses Bremslicht natürlich wenn man z.B. Offroad fährt und Dreck ins Auto kommt oder wenn man die Beleuchtungseinheit komplett in die Karosserie statt in das Auto einbauen möchte.

Eine Abwandlung dieses Schalters ist, ein separates Servo über ein Y-Kabel mit dem eigentlichen Bremsservo zu koppeln und das zusätzliche Servo den Schalter steuern zu lassen. Das hat den Vorteil, dass man es als feste Einheit irgendwo im Auto verstauen kann und z.B. den Schalter über eine gemeinsame Platte direkt mit dem Servo verbinden kann. So hat man Platz und nichts kann verrutschen. Der Nachteil ist wiederum, dass man einen zusätzlichen Stromfresser im Auto hat, zusätzlichen Platz braucht, ein Servo natürlich (sofern man nicht ein altes im Schrank hat) zusätzlich Geld kostet und last but not least die Konstruktion ein gewisses Gewicht bekommt. Solche Servo/Schalter Kombinationen sind auch schon fertig erhältlich (z.B. Artikelnummer 234621 – 62 bei Conrad.de).

Elektronischer Schalter

Elektronischer Schalter BremslichtDie zweite Möglichkeit die Ansteuerung des Bremslichts zu übernehmen ist ein elektronischer Schalter der über den Empfänger gesteuert wird (Abgebildet ist die Bestellnummer 191779 – 62 von Conrad.de). Solch ein Schalter sollte eine „Tastfunktion“ besitzen, sollte also einschalten wenn die Bremse gezogen wird, und ausschalten wenn die Bremse losgelassen wird. Der Schaltpunkt kann bei den meisten Modellen über ein Potentiometer angepasst werden. Das Modul selbst, aber nicht die Beleuchtung werden über den Empfängerakku gespeist. Da es ein elektronischer Schalter ist wiegt er fast nichts, ist unempfindlich gegenüber Erschütterungen und Dreck und verbraucht nahezu keinen Strom. Die Stromversorgung des Bremslichts selbst geschieht über einen zweiten, separaten Stromkreis. Meist können diese Schalter bis 12V oder 18V Strom schalten. Der Baustein wird über ein Y-Kabel an ein bestehendes Bremsservo angeschlossen – alternativ kann ein freier dritter oder vierter Kanal an der Fernsteuerung genutzt werden.

Die Vorteile eines elektronischen Schalters liegen auf der Hand: Er ist sehr klein, mechanisch unempfindlich, braucht nicht viel Strom und kann frei im Fahrzeug platziert werden. Der Nachteil ist, dass ein solcher Schalter je nach Anbieter und Ausführung 10 bis 30 Euro teuer werden kann. Wichtig darauf zu achten, dass der Baustein auch für digitale Empfänger geeignet ist. Ausserdem, und hier kommt der größte Nachteil für Großmodellisten, funktioniert ein elektronischer Schalter schlecht oder nicht bei Spannungen über 6V was in den meisten Fällen einen Spannungsregler zwischen Empfänger und Schaltbaustein erfordert. Ohne diesen schaltet der Baustein nicht oder sehr unzuverlässig. Ein solcher Spannungsregler kann gut und gerne noch mal ein ca. 20 Euro Loch ins Budget schlagen (z.B. Artikelnummer 262739 – 62 bei Conrad.de).

Bei den angegebenen Bauteilen handelt es sich nur um Vorschläge. Sicherlich gibt es in anderen Shops äquivalente Teile und Schalter und selbstverständlich auch fertige Beleuchtungspakete (welche aber meist recht teuer und wenig individuell sind).

Viel Spaß beim nachbauen!

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