DM 2015: Zweiter Lauf Saarbrücken

DM SaarbrueckenVom 21. bis 23. August fand auf dem Mitsubishi Korz Ring des AMC Saarbrücken der zweite Lauf der Deutschen Meisterschaft 2015 statt. Beim ersten Lauf beim MCC Rhein Ahr, der bereits Anfang August statt fand, konnte sich Markus Feldmann vor Michael Donovan und Daniel Wurster behaupten. Entsprechend waren die Erwartungen auch für den zweiten Lauf.

Der AMC war bestens vorbereitet und präsentierte ein top Fahrerlager und eine top Strecke. Auch das Wetter spielte mit. Das Fahrerlager war gut gefüllt: Insgesamt 44 Tourenwagen Teilnehmer und 12 Formel Fahrer waren angetreten. Hier ein kurzer PitWalk während des Formel Finales – leider haben zu dem Zeitpunkt einige schon eingepackt weshalb das Fahrerlager schon recht leer war:

In Saarbrücken konnte Markus sich gleich als Pole-Setter im Halbfinale als ein Mitfavorit platzieren. Jedoch war Daniel Meier „sau schnell“ in den Vorläufen und konnte Markus mehrfach sehr gefährlich werden. Daniel startete im Halbfinale von der zweiten Startposition. Markus führte das Halbfinale an und Daniel hatte Schwierigkeiten, fiel zurück und steckte im Verkehr fest. Einige Runden und Minuten später hatte sich Daniel frei gestrampelt und machte Jagt auf Markus. Meter für Meter kämpfte er sich ran und überholte ihn schließlich. Diese Positionen gaben beide bis zum Ende des Halbfinales nicht mehr ab.

Im Finale startete demnach Daniel von der Pole und Markus auf Zwei in Lauerstellung. Die Startphase war jedoch an Dramatik nicht mehr zu überbieten. Szenen die im Nachhinein nicht ganz unumstritten sein sollten. Alle Fahrzeuge standen schon in der Startaufstellung als Daniel dachte sein Motor sei aus weil sein Auto nicht mehr auf Gas reagierte. Sein Helfer eilte zum Auto, hob es hoch und bemerkte das der Motor lief. Zwei Mal wurde binnen weniger Sekunden das Auto gecheckt bis Daniel beschloss so in das Rennen zu gehen. Dies waren bereits die ersten Ankündigungen für das Unheil das sich nach nur wenigen Minuten im Rennen ereignen sollte. Daniel konnte sich gut von Markus absetzen der ebenfalls mit einigem Abstand vor Platz drei fuhr.

In Runde 9 passierte es dann. Daniel schoss mit seinem RS5 die Gerade herunter, das Auto lenkte jedoch nicht in die schnelle Linkskurve ein. Er prallte sehr hart in die Reifen an der Kurvenaussenseite; das Fahrzeug nach wie vor auf Vollgas; prallte zurück Richtung Ideallinie just in dem Moment als Markus versuchte die Unfallstelle zu passieren. Es kam wie es kommen musste: Markus krachte hart in die Seite von Daniels Auto. Daniel blieb innen im Gras stehen. Neben den, wie sich später herausstellte, defekten Akku brach eine Bremsscheibe, verbog der Lenkeinschlag und eine Stoßdämperkolbenstange. Das Aus für den Fahrer der bis dahin bereits die auch später nicht geschlagene schnellste Rennrunde von 14.870 Sekunden hinlegte. Markus konnte zwar einige Meter weiter fahren, bog dann aber in die Box ab und beendete ebenfalls sein Rennen.

Marco Weigerding gewann vor Guido Ruster und Christian Timm das Rennen und sicherte sich damit, punktgleich mit Guido Ruster (beide 325 Punkte) den Deutschen Meisterschafts-Titel aufgrund seiner besseren Platzierung in diesem zweiten Lauf. Timo Nau sicherte sich den Titel zum Deutschen Meister 40+ und der frisch gebackene Jugend-Europameister Christian Watzl sicherte sich auch den Deutschen-Jugendmeister-Titel! Herzlichen Glückwunsch an die Gewinner! Hier das Finale in ganzer Länge:

Rennergebnis Finale Tourenwagen:

  1. Marco Weigerding – Mecatech/Xandi Racing/PMT; 117 Runden; 30:09.334; 15.019
  2. Guido Ruster – RS5/KDE/PMT; 117 Runden; 30:14.358; 14.920
  3. Christian Timm – Genius/CT Racing; 115 Runden; 30:00.901; 14.923
  4. Timo Nau – RS5/UTZ Racing/PMT; 115 Runden; 30:15.029; 15.118
  5. Michael Donovan – HARM/K1 Engine/PMT; 114 Runden; 30:10.143; 15.339
  6. Michael Mielke – Mecatech/UTZ Racing/GRP; 113 Runden; 30:12.738; 14.916
  7. Christian Watzl – HARM/UTZ Racing; 107 Runden; 30:05.866; 15.025
  8. Tom Haacke – Genius/UTZ Racing; 102 Runden; 30:00.288; 15.185
  9. Daniel Meier – RS5/UTZ Racing/PMT; 9 Runden; 2:11.339; 14.870
  10. Markus Feldmann – Mecatech/Modellsport/PMT; 9 Runden; 2:13.870; 14.894

Bei den Formel konnte sich Martin Mittelstädt gegen die Konkurrenz sehr deutlich mit sieben Runden Vorsprung durchsetzen.

Rennergebnis Finale Formel:

  1. Martin Mittelstädt – RS-5M; 177 Runden; 50:07.881; 15.677
  2. Jens Leyser – Genius; 170 Runden; 50:15.795; 16.504
  3. Marcel Adam – FG; 168 Runden; 50:01.200; 16.433
  4. Robért Agthen – RS5; 149 Runden; 50:05.074; 17.002
  5. Andreas Ivo – HARM/Hayler; 129 Runden; 50:04.788; 16.425
  6. Günter Honert – FG/Speedtec/Roadies; 106 Runden; 29:45.061; 15.671
  7. Sebastian Höhne – FG; 100 Runden; 50:02.211; 18.688
  8. Gerhard Agthen – FG; 97 Runden; 48:28.037; 19.745
  9. Adrian Wellner; 93 Runden; 50:09.381; 18.798
  10. Holger Plähn – HARM/GRP; 47 Runden; 14:34.768; 16.705
  11. Ernst Utz – MD01/Utz Racing; 14 Runden; 4:06.104; 16.167

Hier einige Foto-Impressionen vom Finaltag:

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