Ernschdi ruft, und alle kommen!

Ernschdi's Largescale Fun EventAm Osterwochenende 2014 feierte „Ernschdi’s Largescale Fun Event“ seine Premiere auf der wundervollen Rennstrecke in Fiorano. Geboren als fixe Idee und als Ersatz für die Bigscaler Open (wir berichteten), nahm das Unterfangen „Largescale Fun Event“ ungeahnte Dimensionen an.

Knapp 90 Fahrer meldeten sich in den Klassen Tourenwagen und Formel für das Event nahe der Ferrari Heimatstadt Maranello an – und ihnen wurde etwas ganz besonderes geboten.

Es bestand die ganze Woche die Möglichkeit auf der Rennstrecke gegen eine Tagesgebühr zu trainieren. Am Samstag und Sonntag stand dann ein „Fun Race“ auf dem Programm. Was „Fun“ in diesem Zusammenhang bedeutet, sollten die Fahrer aber erst Sonntagmittag erfahren.

Da sich enorm viele Fahrer aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und sogar den Niederlanden angemeldet hatten, füllte sich das Fahrerlager und der Campingplatz schon sehr bald während der Woche – wohl auch um den Osterreiseverkehr aus dem Weg zu gehen und das tolle Frühjahrswetter der Emilia-Romana zu genießen. Ab Freitag waren eigentlich alle mit einer weiteren Anreise vor Ort und konnten auf der herrlich zu fahrenden Bahn bei milden Temperaturen von 20°C den ganzen Tag trainieren. Nicht nur Werksteams sondern auch viele Hersteller, waren Vor Ort um ihre Fahrer zu unterstützen. Mit GRP und PMT waren auch beide Reifenhersteller an der Strecke.

Largescale Fun Event GruppenfotoSamstagmorgen bereits ging es los mit zwei Vorlauf Durchgängen. Hierzu musste sich jeder Fahrer seinen individuellen Barcode-Aufkleber an der Zeitnahme abholen. Mit Hilfe dieses Barcodes konnte sich jeder Fahrer selbständig vor jedem Lauf an einem Barcodeleser seine jeweilige Startnummer ausdrucken lassen. Von der Technik her ist die Bahn in Fiorano ohnehin bestens ausgestattet: Geschwindigkeitsanzeige, dauerhafte Flutlichtanlage, Kameras und Webcams sowie ständiges WLan für alle.
Der erste Vorlaufdurchgang verlief alles noch im Trockenen, auch wenn der Wind schon sehr bald auffrischte. Gegen Ende jedoch gewann dann doch der Regen die Oberhand und die Mittagspause wurde vorverlegt und verlängert um der Bahn nach dem Regen die Möglichkeit zu geben ab zu trocknen. Die Pause wurde unter Anderem genutzt für ein Gruppenfoto und die Prämierung der schönsten Tourenwagen- und Formel Karosserie. Aber auch die hässlichste Karosserie wurde prämiert. Am späten Nachmittag entschied die Rennleitung dann doch noch den zweiten Durchgang in Angriff zu nehmen – zum Teil auf noch leicht feuchter Bahn.

Abends ging es dann wieder zum entspannten Teil der Veranstaltung über und Ernschdi zeigte allen wozu seine Käfer-Karo zwei extra Kilo unter dem Lexankleid trug: Die Beleuchtung:

Am nächsten Tag ging es gleich morgens weiter mit den auf den Sonntag verschobenen Sechzehntel Finale. Die Bahn war mittlerweile trocken und das zuvor noch trüb angekündigte Wetter begrüßte die Fahrer mit klarem Himmel und Sonnenschein. Alle Vor-Finale liefen eigentlich ohne besondere Vorkommnisse ab bis, in der Mittagspause, Ernschdi das Procedere des Starts der Finalläufe verkündete:

  • Jeder Fahrer braucht zwei Helfer: Einen Mechaniker und einen Läufer
  • Alle Autos werden auf der Geraden in LeMans Aufstellung in umgekehrter Quali-Reihenfolge aufgestellt (Pole Setter startet von Platz 10)
  • Alle Läufer nehmen auf der Gegengeraden Aufstellung – die Mechaniker warten am Auto
  • Sobald der Startschuss fällt, laufen die Läufer entlang des Streckenverlaufs bis in die Boxengasse hinter den Mechaniker und legen die Startnummer auf den Tisch – erst dann darf der Mechaniker das Auto anlassen und der Fahrer darf losfahren.

Wie das aussieht? Seht selbst:

Eine geniale Idee um aus einem Event ein Fun Event zu machen! Die Fahrer hatten Spass und die Zuschauer konnten ordentlich anfeuern. Die Finale selbst boten Spannung von Anfang bis Ende. Für keinen der späteren Podiumsbesucher war es ein einfaches Rennen und die Besucher hatten ordentlich was zu sehen. Hier ein weiteres tolles Video der Finale:

Direkt nach den Finalen fanden die Ehrungen statt. Nicht nur die jeweils 10 ersten Formel und Tourenwagen erhielten wortwörtlich riesige Pokale, auch die weiteste Anreise, der älteste und jüngste Teilnehmer und die schönsten Karosserien wurden prämiert. Zusätzlich erhielt Ernst Utz einen Dankkorb, dankte seiner Frau und Vreni für die Unterstützung zum Event. Am Ende der Ehrungen verkündete Ernschdi dann das, was sich viele schon das Wochenende über erhofft hatten: Die Wiederholung des Events im kommenden Jahr! Also haltet Ostern 2015 schon mal frei! Die Gesamtergebnisse sind auf der Event-Seite zu finden: largescalefunevent.rcth.net

Nach dem Finale und am Montag bestand die Möglichkeit frei zu fahren – was auch von vielen Fahrern genutzt wurde. Unter Anderem fuhren wir auch noch die letzten Runden mit unserem Trabi:

Alles in Allem ein sehr sehr gelungenes und vielfach gelobtes Event welches bei seiner Wiederholung sicherlich noch viel mehr Zuspruch finden wird. Die lange Anreise aus Deutschland ist aber auf jeden Fall die Mühe wert. Auch wir möchten uns ganz herzlich für ein tolles Event bedanken!

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