Fernsteuerung (Sender)

Fernsteuerungen unterscheiden sich grundsätzlich von Fernbedienungen. Als Fernbedienung bezeichnet man üblicherweise ein elektronisches Handgerät, mit dem sich über kurze bis mittlere Entfernungen (etwa 6 bis 20 m) Geräte oder Maschinen bedienen lassen. Hierfür wird in der Regel Infrarot als Übertragungsmedium verwendet. Für Steuerungen über größere Distanzen ist der Begriff Funk Fernsteuerung gebräuchlich. Ausserdem werden meist bei Fernbedienungen nur Einzelne Befehle übertragen – wie beim TV: Schalte auf Programm 2. Bei Fernsteuerungen wird ein Gerät ständig gesteuert. Beim RC Autos sind dies ständige Steuerimpulse vom Sender zum Empfänger für Lenkung, Gas und sonstige Funktionen.

Damit wäre auch schon geklärt was die Hauptaufgabe einer Fernsteuerung ist: Die Kontrolle eines Ferngesteuerten Fahrzeugs. In unserem Fall eines verbrenner Glattbahners. Wie die Übertragung der Steuerimpulse genau funktioniert kann man in diesem verlinkten Artikel nachlesen.

Knüppelfernsteuerungen

Knüppel FernsteuerungDie Knüppelfernsteuerungen besitzt zwei Steuerknüppel auf der Oberseite der Fernbedienung. Diese können vorwärts/rückwärts und/oder nach links/rechts bewegt werden. Häufig wird am rechten Knüppel links/rechts gelenkt und links vorwärts/rückwärts Gas gegeben bzw. gebremst. Die Belegung ob links oder rechts ist jedoch jedem Fahrer selbst überlassen (Linkshänder, Rechtshänder). Eine Unterart der Knüppelfernsteuerung ist die Pult-Fernsteuerung. Diese besitzt ebenfalls zwei Steuerknüppel, wird aber über einen Gurt um den Hals gehängt. Oftmals besitzen sie sogar ein richtiges Umhängegeschirr welches die Fernsteuerung horizontal vor dem Bauch/Brust des Piloten hält und eine Handablage zur präzisen Steuerung. Pultsender finden eher im Funktions- oder Flugmodellbau Verwendung – weniger bei RC Autos. Viele Piloten schwören auf Knüppelfernsteuerungen. Durch kurze Steuerknüppel kann man, so sagen sie, viel genauer steuern und schneller reagieren.

Knüppel oder Pultfernsteuerungen können natürlich neben den Grundfunktionen noch viele Weitere Schalter besitzen. In der Regel sind dies Trimmschalter oder Schalter für Sonderfunktionen.

Pistolenfernsteuerung

Pistolen Fernsteuerung

Die Pistolenfernbedienung erinnert entfernt an eine Pistole. Sie besitzt einen Griff für eine Hand mit der sie waagerecht gehalten werden kann. Die Hand welche den Griff hält verfügt, ähnlich einer Pistole, über einen Abzug. Dieser Abzug steuert das Gas (Abzug ziehen) und die Bremse (Abzug nach vorne drücken). Über ein links (für Linkshänder) oder rechts (für Rechtshänder) angebrachtes Steuerrad wird das Auto nach links oder Rechts gelenkt.

Pistolenfernsteuerungen eignen sich hervorragend zur Steuerung von Modellautos und werden auch von den meisten Piloten hierfür eingesetzt. Ausserhalb von Modellautos hat die Pistolenfernsteuerung fast keine Bedeutung – fast alle anderen Modellbausparten setzen auf Knüppelfernsteuerungen. Ein Grund hierfür ist, dass bei Rennautos meist nur zwei (Gas/Bremse und Lenkung) oder maximal drei (Gas/Bremse hinten, Lenkung und Bremse vorne) oder vier (Gas/Bremse hinten, Lenkung, Bremse vorne und Motoraus) Kanäle gesteuert werden müssen. Bei vielen anderen Modellen kommen noch dutzende zusätzliche Funktionen hinzu wie beispielsweise Beleuchtung, Landeklappen, Höhenruder etc., weswegen hier Knüppelsender mit zusätzlichen Schaltern genutzt werden.

Computer-Fernsteuerungen

Eine Computer Fernsteuerung kann entweder eine Knüppel- oder eine Pistolenfernsteuerung sein. Sie besitzen einen kleinen eingebauten Computer bzw. eine elektronische Steuerung. Davon abgesehen besitzen sie meist eine größere Anzahl an Kanälen und nutzen digitale Übertragungsverfahren.

Computerfernsteuerungen erleichtern die Bedienung eines Modells oder mehrerer Modelle ganz wesentlich. Sie können beispielsweise mehrere Modelle speichern und können diese nacheinander steuern. Jedes Modell kann eigene Tastenbelegungen, Trimm- und Einstellungspositionen erhalten. Gleichsam kann man für ein Modell mehrere Konfigurationen speichern wie beispielsweise ein Trocken-Setup das sehr aggressiv auf Lenkung und Gas reagiert und ein Regen Setup welches eher für geringere Geschwindigkeiten ausgelegt ist, den Lenkweg begrenzt, mehr Expo auf dem Gas hat und Alles in Allem gutmütiger abgestimmt ist.

Bei Großmodellen werden solche Fernsteuerungen fast durchgängig eingesetzt. Auch weil diese, wenn es eine drei- oder vier Kanal Fernsteuerung ist, es ermöglichen ein drittes Servo für die Hinterradbremse hinzu zu mischen. Das bedeutet, dass das Servo für die Hinterradbremse sich mit der selben Steuerbewegung Gas/Bremse wie das Vordere Gas/Bremsservo bewegt. Bei Computerfernsteuerungen kann man nun das Verhältnis beider Servobewegungen zueinander, den Nullpunkt beider Servos getrennt und die jeweilige Maximalposition einstellen um so die best mögliche Bremsbalance zu erreichen. Auch wird das dritte Servo häufig so eingestellt, dass die hintere Bremse minimal später greift als die Vordere um ein loses Heck zu vermeiden. Gleichsam ist die Bremskraft an den Vorderrädern meist bedeutend höher als hinten.

Um all dies ein zu stellen haben Computerfernsteuerungen meist ein Display am Sender und eine mehr oder weniger einfach zu bedienende Menüführung. Die Bedienung zu erlernen und ggf. Zusatzknöpfe für die Verstellung der Bremsbalance während der Fahrt zu beherrschen, erfordert es einige Übung und Geduld. Aber am Ende lohnt sich die Anschaffung einer Computerfernsteuerung immer.

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