Graupner Insolvent

graupnerDas 80 jahre alte Familienunternehmen hat Insolvenz angemeldet, das meldete der Teckbote im Dezember. Seitdem stand das Unternehmen unter einem Schutzschirm. Bereits Anfang Jahr 2011 gerat die Firma in Schieflage, konnte sich aber durch einen Stellenabbau von 165 auf 120 Mitarbeiter vorübergehend über Wasser halten. Damals war der Grund eine Änderung des Hobbyverhaltens – weg vom „Basteln“ und hin zu technologisch anspruchsvollen Themen.

Im Dezember 2012 hat Graupner nun erneut Insolvenz angemeldet. Somit hatten die Umstrukturierungsmaßnahmen offenkundig nicht den Erfolg den sie hätten haben sollen. Der Schutzschirm endet am heutigen 27. Februar. Es gibt zwar bereits einen Investor, dessen Name leider noch nicht bekannt ist, der möchte die Firma jedoch nur übernehmen wenn die Belegschaft auf 38 Angestellte reduziert wird. Zusätzlich sollen 10 Mitarbeiter in der Logistik vorübergehend weiterbeschäftigt werden. Der Investor will den Namen Graupner weiter führen und die Marke zu einem Handelsunternehmen mit starker Entwicklungsabteilung weiter entwickeln. So soll die gesamte Logistik und Lager ausgelagert werden. Den Kunden sollen angeblich keinerlei Nachteile entstehen.

Bleibt zu hoffen das es einen Weg gibt das Urgestein im Modellbau-Sektor zu retten. Graupner war schon seit Jahrzehnten ein verlässlicher Partner im Modellbau – egal ob Flug-, Schiff- oder Automodellbau – Als Technologieunternehmen mit sehr guten Ladegeräten bis hin zu Fernsteuerungen. Es wäre nicht nur für die Belegschaft sehr schade wenn dieser Name verschwinden würde.

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