H.A.R.M. Challenge Hockenheim 2010

Die H.A.R.M. Challenge in Hockenheim ist vorüber. Ich blicke zurück auf ein sehr nasses, aber auch sehr schönes Wochenende. Gemeldet waren insgesamt 67 Fahrer – vor dem Wochenende versprach das Wetter nichts Gutes: Und hielt sein Versprechen auch!

Der Samstag, an welchem je 3 Vorläufe der insgesamt 8 Gruppen hätte stattfinden sollen, war von Anfang bis Ende verregnet. Mutige Fahrer trauten sich dennoch mit schwer abgeklebten und regenfertigen Autos auf die ströhmend nasse Piste. Die Rundenzeiten bewegten sich hierbei stets zwischen 45 und >60 Sekunden. Dreher waren selbstverständlich keine Seltenheit.

Neben der Rennstrecke wurde trotzdem heftig geschraubt und sich ausgetauscht. Alles in Allem war die Stimmung unter den Teilnehmern ungebrochen gut. Zwischenzeitlich rissen die Wolken auf und die Sonne war zu sehen. Unvermeidlich keimte doch noch die Hoffnung nach einer trockenen Strecke auf. Als diese fast den Grad „nur noch feucht“ erreicht hatte, platzte aber wieder ein Regenschauer über Hockenheim herein, sodass es bei den einsamen Regen-Rittern auf der Strecke blieb.

Sonntag Morgen war es dann soweit: Trockene Fahrbahn! Eilig wurde getestet. An diesem Tag standen neben einem weiteren Vorlauf pro Gruppe noch die 1/4, 1/2 und Finalläufe an. In den Vorläufen trat dann eine dezimierte Fahrerzahl gegeneinander an. Leider hatten uns (verständlicherweise) einige mit all zu langem Anfahrtsweg schon Samstag Mittag verlassen. Die Zeiten in den Vorläufen kellerten auf um ~25 Sekunden pro Runde – fast Trocken-Zeiten!

Mein erster Vorlauf am Samstag Morgen verlief soweit ganz gut. Leider zerstörte ich mir im Training eine meiner A-Vorderreifen, sodass ich auf der Vorderachse auf B ausweichen musste. Dies führte dazu, dass ich im Vorlauf extremes Untersteuern bekam und die Kurvengeschwindigkeiten in den Keller gingen. Außerdem drohte mein Motor im Standgas aus zu gehen weswegen ich den Finger immer am Gas halten musste. Alles in Allem kam aber eine passable (wenn auch nicht 100%ig zufriedenstellende) Zeit heraus die mich für das 1/4 Finale qualifizierte.

Die Blicke gingen zwischen Vorlauf und Viertelfinale immer wieder Richtung Petrus – dunkle Wolken zogen vorüber aber verschonten die Strecke vor ihrer nassen Ladung! So hatte ich doch noch Gelegenheit eine beim morgendlichen Anprall verbogene Dämpferbrücke zu ersetzen und das Setup zu korrigieren (mehr Grip auf die Vorderachse). Außerdem stellte ich noch meinen Motor unten herum etwas magerer – ein Fehler wie sich später herausstellte!

Im Viertelfinale hatte ich Startplatz 3! Keine schlechte Ausgangsposition also! Obwohl ein Weiterkommen ins Halbfinale so gut wie sicher war – 5 Fahrer kommen weiter, 5 waren gestartet! Dennoch ist der Ehrgeiz wenigstens seine Position zu verteidigen natürlich immer da! Der Start – diesmal ungewohnt auf der Geraden – verlief gut, ich konnte meine dritte Position halten. Ich merkte schnell, dass die ersten Beiden eine Hausnummer für sich waren und konzentrierte mich darauf meine dritte Position zu verteidigen. In den ersten 5 Minuten gelang das auch gut – ich konnte meinen Vorsprung Runde um Runde, Meter um Meter ausbauen. In den zweiten 5 Minuten des 15 Minütigen Vierteilfinales war es dann vorbei mit dem Ausbauen des Vorsprungs. Der Vorsprung stagnierte bei etwas mehr als einer Geraden-Länge. Der Grund? Meine Reifen wurden schlechter, ich bekam immer mehr Übersteuern. Außerdem hatte meine Motoreinstellung vor dem Rennen den Erfolg, dass der Motor unten herum fast überhaupt nicht mehr gezogen hat! Auch eine schnelle Einstell-Aktion von Jörn Schmitt (danke noch Mal) vor dem Start hat leider nicht viel geholfen. In den letzten 5 Minuten fingen dann meine A Hinterreifen immer mehr an zu schmieren: Sie wurden zu heiß! Zwei Fahrfehler und es war geschehen – ich wurde überholt. Nur noch der Vierte Platz. Diesen Platz konnte ich dann bis über die letzten paar Minuten retten. Ein einigermaßen erfolgreiches Rennen… nicht super zufrieden, aber sehr viel Spaß gehabt!

Nach den Viertelfinalen setzte dann wieder wasserfall-artiger Regen ein! Die Halbfinale wurden um mehr als 30 Minuten verschoben. Die Finalläufe wurden anschließend zusammen gestrichen weil es nicht mehr sehr viele Fahrer gab die bei diesen Bedingungen fahren wollten. Die Finalläufe gingen wie folgt aus:

Sprint Trophy:

  1. Ernst Utz – 1.MBC Bamberg e.V.
  2. Claus Denzel – MSG Saugau
  3. Alexander Ries – MC Ettlingen e.V.
  4. Peter Wegmüller – MSCM Rötz e.V.
  5. Willy Fricke – Hobbythek Racing Team

Elfer Trophy:

  1. Hanspeter Schwendener – /
  2. Thorsten Hoffmann – RT Fichtenberg
  3. Markus Strubich – /
  4. Klaus Rummler – MMC Bening
  5. Thomas Bruckmann – MMC Bening

Bleibt mir nur noch als Fazit, dass es eine tolle Veranstaltung war die leider durch das schlechte Wetter überschattet wurde. Vielen Dank an alle Teilnehmer – bis zum nächsten Mal!

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