Ideallinie

Die Ideallinie ist eine gedachte Linie, die auf einer Rennstrecke den schnellstmöglichen Weg beschreibt. Dieser kann allerdings unterschiedlich für verschiedene Fahrzeuge oder Fahrstile sein. Auch verschiedene Abstimmungen (Setups) bedingen manchmal verschiedene schnellste Linien.

Jede Rennstrecke besitzt mehrere charakteristische Ideallinien, auf der die Strecke in Abhängigkeit von den geltenden Rahmenbedingungen in der höchsten Durchschnittsgeschwindigkeit umfahren werden kann. Zu berücksichtigende Rahmenbedingungen sind vor allem das Setup und der Grip sowie die Strecken- und Wetterverhältnisse, wie etwa Nässe, Trockenheit und Temperatur. So gibt es für keine Rennstrecke eine allgemein gültige Ideallinie, die für jedes Fahrzeug und für jede Witterung gelten würde.

Vereinfacht ausgedrückt ist die Ideallinie die Linie, die unter den gegebenen Verhältnissen am schnellsten durch eine Kurve führt. Dabei kann die Ideallinie einer Kurvenkombination von den Ideallinien der einzelnen Kurven abweichen (siehe Kurventechnik). Ebenso gibt es für manche Kurventypen auch bei gleichen Bedingungen mehrere mögliche Ideallinien. Die Ideallinie ist selten der kürzeste Weg durch eine Kurve. Die Strategie der schnellsten Linie ist eher die, den Kurvenradius zu vergrößern und möglichst früh wieder aus der Kurve heraus zu beschleunigen. So wird eine Kurve meist außen angebremst, spät eingelenkt, am Scheitelpunkt (Apex) innen angefahren und dann die Fahrbahnbreite genutzt, um das Fahrzeug unter Beschleunigung heraustragen zu lassen. Im Zweikampf wählt der Vordermann statt der Ideallinie zur Verteidigung seiner Position häufig die Kampflinie.

Im neben stehenden Bild ist die Ideallinie (rot) zusammen mit einer Kreisbahn (blau) von Kurvenäußeren zum Scheitelpunkt zum Kurvenäußeren eingetragen. Hierbei ist klar zu sehen, dass die Ideallinie meist so ist, dass der Kurveneingang spät angebremst und langsam angefahren wird, der gefahrene Kurvenradius vergrößert sich aber richtung Kurvenausgang immer mehr und die Geschwindigkeit erhöht sich. Diese Technik nennt man auch „slow in, fast out“. Mehr zu Kurventechniken ist hier zu finden.

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