Karosserie reparieren

Eine Lexan (Polycarbonat) Karosserie lässt sich nur sehr schwer reparieren. Dennoch gibt es einige Methoden wie man sie wieder für einige Zeit Fit machen kann. Bei allen Methoden gilt jedoch, dass Risse angebohrt werden sollten. Bedeutet, dass am Ende eines Risses in der Karosserie ein mindestens 3mm Loch gebohrt werden sollte. Dieses Loch verhindert, dass ein Riss sich leicht weiter ausbreiten kann. Ist das erledigt, kann mit einen der unten aufgeführten Verfahren der Riss oder Bruch verschlossen werden:

Kleben

Lexan lässt sich in der Regel nur sehr schwer bis nicht kleben. Es gibt jedoch einige Klebstoffe die eine einigermaßen gute Wirkung zeigen:

Shoe Goo

Shoe Goo ist eine zähe Klebstoffmasse die hinter Risse geklebt werden kann. In seinem regulären Anwendungsgebiet ist Shoe Goo ein Schuh-Klebstoff. Der Kleber bleibt elastisch und klebt sehr gut auf  sauberen Lexan. Um die Klebewirkung und Haltbarkeit zu verstärken kann man in das Shoe Goo noch Glasfasermatten einlaminieren. Diese Verbindung hält bombenfest – besser als die originale Karosserie. Als Alternative zu Shoe Goo können zur Not auch andere Schuh-Kleber verwendet werden. Wichtig ist nur, dass der Kleber dauerelastisch bleibt.

Tamiya extra thin cement

Dieser Kleber enthält Dichlormethan und schweißt das Plastik wieder zusammen. Ist allerdings gesundheitsschädlich und schwer zu bekommen. Bisher habe ich keine Erfahrungen hiermit!

Geklebte Stellen bleiben empfindlich gegen Schläge und hohe Belastungen. Je nach verwendetem Kleber verliert die Stelle Elastizität. Größere Risse und Löcher können hiermit nicht geflickt werden.

Schrauben / Nieten

Eine einfache Reparaturmethode ist das Schrauben oder Nieten von gebrochenen Stellen. Hierbei wird Ersatzmaterial (z.B. aus den Fensterausschnitten) hinter die beschädigte Stelle gelegt und mit Schrauben oder Nieten an der Karosserie fest gemacht. Dies ist eine stabile, jedoch auch optisch unschöne Methode.

Schweißen

Einen Riss in der Karosserie kann man auch mit einem Lötkolben reparieren. Man benötigt dazu einen Rest Lexan wie er z.Bsp. beim Ausschneiden der Fenster oder Radausschnitte anfällt. Hiervon schneidet man einen schmalen Streifen von 1-2mm ab. Mit einem Lötkolben kann man nun das Material zum schmelzen bringen und den Riss damit verschließen. Ein 30 Watt Lötkolben lässt einen schnell genug arbeiten ohne zu heiß zu werden und die Karosserie zu verbrennen. Da das Material an der geflickten Stelle nach der Reparatur etwas stärker ist, verliert die Karosserie an dieser Stelle einen Teil Ihrer Flexibilität, hält Belastungen aber prima stand. Auch bei anderen Plastikteilen, die hohen Temperaturen und Benzin ausgesetzt sind ist es schwer den richtigen Klebstoff zu finden. Die oben aufgezeigte Methode funktioniert z. Bsp. auch bei der Airbox. Grundsätzlich gilt: Reparaturstelle bestmöglich reinigen. Bei dickeren Materialien darauf achten, dass das Material in der ganzen Stärke verschweißt wird. So kann man den Riss von beiden Seiten entgraten und die entstandene Lücke mit dem Ersatzmaterial füllen. Das Ergebnis mag ein wenig „vernarbt“ aussehen, aber es hält, und in vielen Fällen wird die Alternative nur der Neukauf der Teile sein.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

Loading...