Kugellager

Die Kugellager sind ein sehr wichtiges Element im RC-Auto. Sie sorgen dafür, dass die Motorleistung dort ankommt wo sie hin soll: An die Räder und nicht in den Lagern und Aufhängungspunkten verpufft. Sehr wichtig ist auch, dass das Auto frei um Kurven rollen kann und nicht unnötig und ungewollt abgebremst wird. Auf diese Weise ist ein flüssiges und schnelles durchfahren von Kurven nötig.

In den Modellen von FG werden an folgenden Stellen Kugellager eingesetzt:

  • An den Radlagern (4x 2 Stück / Maße: 8x22x7mm)
  • An der Kupplungsglocke (2 Stück / Maße: 10x22x6mm)
  • An der Zwischenwelle (2 Stück / Maße 10x19x7mm)
  • Am Differenzial (2 Stück / Maße 10x19x7mm)

Die Radlager entsprechen in ihren Dimensionen den gebräuchlichen Rollerskate Lagern (Bauform 608). Diese können als günstigere Alternative auch verwendet werden. Auch hier ist das Spektrum an verschiedenen Lagern sehr groß.

Woran erkennt man gute Kugellager? Vielmals gibt es bei Kugellagern die sogenannte ABEC Nummer. ABEC steht für „Annular Bearing Engineering Committee“. ABEC ist ein Fachausschuss der American Bearing Manufacturers Association (ABMA), der Vereinigung der amerikanischen Wälzlagerhersteller. Die ABEC-Skala ist eine Einheit für die Fertigungstolleranzen eines Kugellagers an. Eine höhere Zahl entspricht dabei geringeren Fertigungstoleranzen des Lagers.

ABMA/ANSI Std. 20 ISO 492 DIN 620 JIS B 1514
ABEC 1 normal P0 class 0
class 6X
ABEC 3 class 6 P6 class 6
ABEC 5 class 5 P5 class 5
ABEC 7 class 4 P4 class 4
ABEC 9 class 2 P2 class 2
ABEC 11 class 1 P1 class 1

Geringere Fertigungstolleranzen versprechen ein höherwertiges Lager und dadurch in der Regel weniger Wiederstand beim drehen. Zu Lagern gibt es noch sehr viele weitere DIN Normen die ich aber hier nicht weiter behandeln möchte.

Des Weiteren ist noch wichtig, dass die Kugellager beim Einbau nicht gequetscht werden. Bei den Radlagern ist darauf zu achten, dass die Mitnehmer minimalen Spiel zu den Lagern besitzen. Genauso bei Kupplungsglocke und Zwischenwelle sollte minimales Spiel vorhanden sein. Soweit möglich sollten die Lager in die Aussparungen leicht rein und wieder heraus gehen. Wichtig ist dies speziell bei Alu Achsschenkeln oder Alu Getriebeblock. Sollten die Lager sich schwer einsetzen lassen, sollten die Aussparungen etwas erweitert werden. Dies zählt ebenfalls für die Wellen. Das Kugellager sollte sich leicht aufschieben lassen ohne Kraft. Ist dies nicht der Fall sollte Hand angelegt werden.

Ein weiterer sehr wichtiger Punkt ist die Schmierung. Die Lager sollten niemals trocken laufen. Besonders bei Lagern die großer Hitze ausgesetzt sind – z.B. an der Kupplungsglocke – sollte häufiger nachgesehen werden. Man kann lager nachfetten (wenn sie geöffnet werden können) oder Ölen, sollten sie trocken laufen. Für lange Haltbarkeit sollten die Lager immer genügend (aber nicht zu viel) Fett enthalten. Für den besonderen Leichtlauf z.B. für Renntage können sie zusätzlich noch geölt werden. Da das Öl jedoch leicht wieder entweicht ist das nichts für eine langfristige Schmierung.

Eine generelle Empfehlung welche Lager zu verwenden sind, kann nicht gegeben werden. Jeder Fahrer hat seine eigene Vorlieben, Tricks und Kniffe um sie so leichtgängig wie möglich zu halten. Es bleibt auch jedem seinem Geldbeutel überlassen ob es teure Lager sein müssen oder etwas preisgünstigere. Im Zweifel sollten sie aber so bepreist sein, dass man lieber ein älteres austauscht als es dem Geld wegen länger zu verwenden und damit ein Lagerschaden zu riskieren. Also: Lieber häufiger Lager tauschen als unnötig viel Geld für teure Lager investieren.

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