Motor Tuning

Im RC-Sport geht es neben der best möglichen Fahrweise des Fahrers natürlich auch um das Tuning. Wettbewerbsfahrer fahren häufig sehr teure und getunte Motoren welche im allgemeinen zwar immernoch auf den Standardmotoren aufbauen, aber in wesentlichen Teilen getuned sind. Anfänger stellen sich häufig die Frage ob es auch eine Alternative zu teuren Tuningmotoren gibt, die man eventuell selbst bauen könnte. In diesem Artikel sollen einige Denkanstöße gegeben werden was alles die Leistung eines Standardmotors positiv beeinflussen kann. Meist besteht dies darim einfach gute Komponenten rund um den Motor zu verwenden, einige darin, kleine Anpassungen vor zu nehmen.

Resonanz Schalldämpfer:

Ein Resonanz Schalldämpfer (kurz Reso) ist für Zweitakt Motoren immens wichtig für die Leistung. Aus diesem Grund empfiehlt es sich zunächst hier auf ein gängiges und gutes Resonanz-Rohr zu wechseln. Empfehlungen hierzu gibt es zu Hauf. Bitte hier aber auf eine DMC Homologations-Nummer achten solltet ihr in Zukunft daran denken an Rennen teil zu nehmen.

Airbox:

Genau wie beim Reso ist auch die Airbox entscheidend für die Motorleistung. Auch hier gibt es im Handel Airboxen für den Rennbetrieb. Bei Airboxen ist ebenfalls auf eine DMC Homologations-Nummer zu achten.

Tuning-Isolator:

Der Isolator befindet sich zwischen Zylinder und Vergaser und ist meist aus Kunststoff. Im Vergleich zu den Standard-Isolatoren gibt es Tuning Isolatoren welche im wesentlichen nur etwas höher sind. Diese beeinflussen das Drehmoment in niedrigen Drehzahlen.

Choke Klappe:

Die Choke Klappe wird in der Regel nicht mehr benutzt. Die Wirkung lässt sich einfach simulieren indem der Luftfilter zum Teil zugehalten wird. Aus diesem Grund kann man die Choke Klappe entfernen.

Kupplung:

Durch die Verwendung einer Tuning Kupplung mit drei oder mehr Backen lässt sich die gefühlte Motorleistung ebenfalls deutlich erhöhen. Sie können so eingestellt werden, dass sie zu einem optimalen Zeitpunkt einkuppeln um das Leistungsmaximum besser ausnützen zu können.

Lüfterrad:

Das Standard-Lüfterrad ist sehr schwer und hat auf beiden Seiten Schaufeln. All diese Masse muss beim hochdrehen des Motors beschleunigt werden und erzeugt zudem einen Luftwiederstand. Man kann die Lüfterschaufeln bis zu einem bestimmten Grad kürzen oder gar einseitig entfernen. Hierbei ist extrem auf den Gleichlauf des Lüfterrades zu achten, es darf unter keinen Umständen eine Unwucht entstehen. Außerdem sollte man nicht zu viel Material entfernen da ansonsten der Motor nicht mehr ausreichend gekühlt werden könnte.

Dichtungen:

Die Motor Dichtungen (Kurbelgehäuse, Isolator, Vergaser und Luftfilter) sollten nicht ins innere des Motors oder des Ansaugtraktes hinein ragen. Meist sind die Öffnungen der Dichtungen etwas zu klein, oder sie werden durch den Druck vom Zusammenschrauben leicht ins innere gedrückt. Beim Zusammenbau des Motors sollte auf jeden Fall der korrekte Sitz der Dichtungen kontrolliert werden und ggf. die Öffungen um wenige Zehntel erweitert werden um den Luftfluss im Motor nicht zu behindern. Außerdem kann man zusätzlich zu den Dichtungen die Verbindungen mit Dichtmittel (z.B. Dirko) vor Undichtigkeiten schützen.

Kolben:

Baut man den Motor auseinander und schaut man sich die Innenseite des Kolbens an, so merkt man, dass dort einige Gussgrate sind und Wölbungen im Material. Dieses unnötige Material kann vorsichtig mit einem Dremel und einem Fräsaufsatz entfernt werden. Hierbei ist extrem darauf zu achten, dass das Kolbenhemd (Kolbenseiten) nicht beschädigt oder Verkratzt werden (z.B. vom Dremel oder einem Schraubstock)! Außerdem sollte man nicht zu viel Material wegnehmen um den Kolben nicht zu sehr zu schwächen.

Überströhmkanäle:

Die Überströhmkanäle verlaufen links und rechts im Kurbelgehäuse und gehen über in die Überströhmkanäle des Zylinders. Dieser Übergang ist meist recht unsauber gearbeitet. Entweder sind die Kanäle im Kurbelgehäuse zu groß oder die im Zylinder. Mit wenig Aufwand lassen sich diese Kanäle aneinander von der Größe her angleichen sodass ein glatter Übergang zwischen Kurbelgehäuse und Zylinder entsteht. Auch hier ist wieder sehr darauf zu achten nicht zu viel Material weg zu nehmen und das der Motor anschließend peinlich genau von Staub und Schleifresten befreit wird. Auch sollten die bearbeiteten Flächen so glatt wie möglich poliert werden.

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