Reifen / Räder

Die Reifen sind mit das Wichtigste an einem Rennauto. Denn egal was man mit dem Auto anstellt, die Reifen bilden das Bindeglied zwischen Fahrzeug und Fahrbahn. Nicht zu Unrecht werden sie als „Schwarzes Gold“ bezeichnet und benötigen allergrößte Aufmerksamkeit. Nichts macht so schnell schnell und so schnell langsam wie gute oder schlechte Reifen. Nicht nur beim Beschleunigen oder Bremsen sondern speziell bei Kurvenfahrten muss der Reifen große Kräfte in alle möglichen Richtungen auf die Fahrbahn übertragen. Damit er dies tun kann muss zunächst einmal das Setup des Fahrzeuges stimmen. Unter Tipps und Tricks gibt es hierzu Hilfestellung.

Im 1:5er Bereich wird mit Gummi-Reifen gefahren. Diese Reifen müssen in der Regel nicht angeschliffen werden wie dies im 1:8er oder 1:10er Sport üblich ist. Jedoch sollte man sie vor dem Gebrauch anfahren. Dies verlängert die Lebensdauer zum Teil deutlich. Gummireifen benötigen Temperatur um Grip auf zu bauen. Diese Temperatur kommt durch das Fahren mit den Autos von alleine in den Reifen. Möchte man allerdings gleich von Anfang an warme Reifen haben, empfiehlt sich der Einsatz von Reifenheizdecken wie man sie aus dem 1:1 Motorsport auch kennt. In der Regel reicht es jedoch die Reifen vor einem Rennen oder dem Training wenige Minuten warm zu fahren.

Hersteller:

Im Wesentlichen gibt es zwei große Reifenhersteller für 1:5er Reifen: PMT und GRP Gandini. Welche Reifen man genau vom Hersteller der Wahl wählt hängt sehr vom Wetter, der Strecke, dem Fahrer und dem Fahrzeug ab. In der Regel werden von MRP die Reifenmischungen C und D gefahren. Selten auch mal A. Bei PMT die Supreme H10 und H20. Die sollte jedoch nur als Anhaltspunkt dienen. Die Grafik zeigt die von GRP empfohlenen Reifen abhängig von der Streckentemperatur. Hierbei gilt: Je wärmer, desto härter sollte der Reifen sein und umgekehrt. Bei PMT wird der Reifen härter je größer die Zahl wird: H20 ist beispielsweise härter als H10. Bei GRP werden die reifen härter je weiter hinten der Buchstabe im Alphabet steht: A ist weicher als D.

Bei den 1:5er Reifen hat es sich durchgesetzt die Reifen fertig verklebt zu kaufen. Früher kaufte man meist die Reifen und klebte sie auf bereits bestehende Felgen. Da dies sehr zeitaufwendig ist, die Reifen oft schwer von den Felgen zu bekommen sind und diese sowieso häufig während der Fahrt leiden, kauf man sie heutzutage meist fertig verklebt.

Lebensdauer:

Die heutigen Tourenwagenreifen weisen ein Rillen-Profil auf. Als Faustregel gilt: Wenn das Profil kaum oder gar nicht mehr zu sehen ist, kann man den Reifen getrost entsorgen. Dann taugt er nicht mal mehr zum „spielen“. Schaut das Gewebe des Reifens durch, ist er sowieso ein Fall für die örtliche Müllabfuhr. Nachschneiden kann man die Tourenwagen Reifen auch nicht. Dies kann man nur machen bei den Formel und Truck Reifen. Durch das Nachschneiden verlängert man dessen Lebensdauer erheblich. Die Rillen in den Reifen sind speziell für Seitenführungskräfte sehr wichtig.

Auch ein Reifen der bereits ein Biblisches Alter von deutlich über einem Jahr auf dem Buckel hat, sollte man, wenn überhaupt, nur noch zum spielen verwenden. Die Reifen härten über die Zeit aus da der Weichmacher aus dem Gummi entweicht. Verlangsamen kann man dies indem man die Reifen in luftdichten Plastikbeuteln aufbewahrt. Ein Reifen von über zwei Jahren kann man meist entsorgen.

Reifenbild:

Damit ist kein Foto eines Reifens gemeint sondern die Art wie dieser nach der Fahrt aussieht. Idealerweise werden alle vier Reifen gleichmäßig über deren gesamte Breite abgenutzt. Hieran kann man zum Beispiel sehen ob der Sturz des Fahrzeuges richtig eingestellt ist. Normalerweise nutzen sich die Hinterreifen bei einem Zweirad angetriebenen 1:5er deutlich schneller ab als die Vorderreifen da hierüber die Antriebskraft des Motors übertragen wird.

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