Temperatursteuerung für Heizdecken Howto

steuerung4Reifenheizdecken sind ein sinnvolles Zubehör. Sie helfen nicht nur die Reifenoberfläche sondern vor Allem auch die Tiefe der Reifen (Reifeneinlage etc.) durch zu wärmen.

In aller Regel werden Reifenheizdecken an 12 bis 14V Netzteilen direkt angeschlossen und verbrauchen pro Paar um die 4A. Aber was passiert wenn sie dauerhaft am Strom bleiben? Manche Decken oder Reifen werden dabei zu heiß und können Schaden nehmen. Zieht man die Decken vor einem Lauf von den Reifen und vergisst sie ab zu schalten, führt dies bei manchen Decken ebenfalls zu Beschädigungen. Ideal wäre also eine Temperaturregelung.

Wir berichteten ja bereits über das Graupner Ultra Duo, welches nicht nur als Ladegerät sondern auch als temperaturgesteuertes Netzteil für Reifenheizdecken genutzt werden kann. Der Nachteil am Graupner und dessen Nachfolger das Polaron ist, dass sie neben sehr teuer auch noch recht sperrig sind und als Ladegerät schlicht mit Kanonen auf Spatzen geschossen ist im Großmodellbereich. Zudem besitzen viele Fahrer bereits Normale Ladegeräte samt Netzteile – was eine Neuanschaffung doppelt unsinnig macht.

Eine Heizdeckensteuerung die man bei vorhandener Hardware nutzen kann, und (mit Blick auf die ohnehin schon hohen Kosten des Hobbies) mit vertretbaren Kosten umsetzbar ist, wäre also wünschenswert.

Wir haben es ausprobiert: Eine selbstgemachte Temperatursteuerung für Heizdecken für nur um die 50€! Hier die Anleitung dazu:

Zeitaufwand: ca. 1 bis 2 Stunden
Schwierigkeitsgrad: Einfach
Benötigtes Werkzeug:

  • Bohrmaschine mit 6mm Bohrer
  • Schlitz Schraubendreher
  • Laubsäge / Dremel
  • Zange

Benötigtes Material:

Die Bauanleitung ist denkbar einfach: Vorne in das Gehäuse ein Loch schneiden mit den Maßen der Temperatursteuerung. Beim verlinkten Modell wird es mittels der zwei roten Clipse fest im Ausschnitt arretiert. Hinten im Gehäuse setzt man dann die Buchsen ein: +/- für den Strom Eingang vom Netzteil; +/- für den Ausgang zur Reifenheizdecke und +/- für das Sensorkabel.

Schaltplan
Schaltplan

Bei der verlinkten Temperatursteuerung ist bereits ein Temperaturfühler mit ca. 100cm Kabel enthalten. Das Kabel kann aber nach Wunsch verlängert werden. Wir haben den Sensor mit in die Reifenheizdecke eingelegt damit dieser nicht jedes Mal neu verstaut werden muss – das kann man je nach Wunsch selbst ändern.

An der Temperatursteuerung werden die Kabel mittels Schraubklemmen befestigt – je nach Buchsen die du verwendest werden diese gelötet, geschraubt oder über Klemmen verbunden.

Beim Anschluss der Kabel an den Sensor ist lediglich eines zu beachten: Die Steuerung schaltet nur einen Pol! Das bedeutet, dass vom Eingang beide Pole zum Eingang (In) der Steuerung geführt werden müssen und einer davon gleichzeitig gebrückt werden muss zum Ausgang (siehe Bild). Den zweiten Pol vom Eingang schließt man dann ebenfalls an den Schaltkanal (SW) an und führt ihn weiter zum zweiten Pol des Ausgangs. Der Sensor wird einfach an die Klemmen aussen angeschlossen. Die Bananenstecker sind für den Anschluss der Steuerung an das Netzteil (vier Stecker) und für den Anschluss des Sensors an die Steuerung (zwei Stecker) gedacht.

Geöffnete Steuerung mit Verkabelung
Geöffnete Steuerung

Der Sensor funktioniert (getestet) mit Spannungen von 11 bis 15 Volt – was allemal ausreicht für unsere Reifenheizdecken. Auch schaltet sie maximal 10A – was ebenfalls bei allen getesteten Reifenheizdecken locker ausreicht.

Alles in Allem sehr einfach zu bauen und funktioniert einwandfrei. Durch drücken des S-Knopfes lässt sich die gewünschte Heiztemperatur vorgeben. Die Steuerung schaltet so lange ein bis die Temperatur erreicht wird. Fällt die Temperatur wieder, wird nachgeheizt. So kommt es nie zu einem Überhitzen von Reifen oder Reifenheizdecken – das Reifen heizen wird zu einem „Fire and Forget“. All das für um die 50 Euro, eine Stunde Spass beim Basteln und mit bestehender Hardware wie Netzteil oder Reifenheizdecken. Zudem ist die Steuerung sehr kompakt, leicht und passt in jede Tasche.

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