Unter- / Übersteuern

Als Übersteuern eines Fahrzeuges bezeichnet man es, wenn der Schräglaufwinkel der Hinterräder größer ist als der Schräglaufwinkel der Vorderräder, also das Heck des Fahrzeuges ausbricht (d.h. in einer Kurve nach außen schleudert). Man verwendet den Begriff auch, um das Eigenlenkverhalten von Fahrzeugen zu charakterisieren. Das gegenteilige Verhalten bezeichnet man als Untersteuern.

Walther Röhrl sagte einmal: „Wennst den Baum siehst, in den du rein fährst, hast untersteuern. Wennst ihn nur hörst, hast übersteuern„.

Bricht also das Heck beim Einlenken in eine Kurve zum Kurvenäußeren aus – spricht man von Übersteuern.

Schiebt das Auto beim Einlenken über die Vorderräder zum Kurvenäußeren – pricht man von Untersteuern.

Es gibt wie immer viele Vorlieben. Einige Fahrer mögen es lieber wenn das Auto gut und kontrolliert übersteuert, wieder Andere mögen es wenn das Auto gutmütig untersteuert. Generell ist zu sagen, dass ein untersteuerndes Auto leichter unter Kontrolle zu bringen ist als ein übersteuerndes. Einfach Gas wegnehmen und das Auto sollte wieder einlenken. Ebenfalls kann Untersteuern auftreten wenn während des Einlenkens noch mit einer Vorderradbremse gebremst wird. Gleiches gillt für Übersteuern: Wenn während der Kurvenfahrt mit einer Hinterradbremse gebremst wird kann das Heck ebenfalls ausbrechen.

Daher gibt es zwei wesentliche Faktoren für Über- und Untersteuern. Der Grip des Fahrzeugs: Dieser setzt sich aus Reifen und Fahrwerksetup zusammen. Und der Bremsbalance: Einzustellen am Servo, an der Fernsteuerung oder an den Bowdenzügen.

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