Was brauche ich um an Rennen teilnehmen zu können?

Viele Modellpiloten scheuen sich davor auf richtigen Rennstrecken zu fahren oder gar an Rennen teil zu nehmen. Dieser Artikel befasst sich damit was man benötigt um genau dies zu tun und möchte gleichzeitig mit Vorurteilen, Ängsten und Gerüchten aufräumen.

Ausgefeiltes Fahrkönnen…

Tourenwagen… braucht man nicht unbedingt. Es ist zwar nie von Nachteil aber um erstmalig auf einer Rennstrecke zu fahren braucht man es nicht. Genau gesagt: Man kann erst dann Fahrradfahren lernen wenn man aufsteigt. Will heißen: Man kann erst dadurch lernen auf einer Rennstrecke zu fahren wenn man es versucht. Es liegt in der Natur der Sache das man am Anfang noch nicht so erfahren ist und Fehler macht. Aber das ist nichts Schlimmes, denn jeder der auf einer Strecke fährt hat mal so angefangen und es finden sich leicht Leute die einem helfen und tipps geben.

Ein Wettbewerbsfahrzeug…

… braucht man ebenfalls nicht. Natürlich sollte man, wenn man auf einer onroad Bahn fahren will, ein onroad Auto besitzen. Hierbei spielt es aber überhaupt keine Rolle was für eines oder mit welcher Ausstattung. Ein FG Sportsline oder ein H.A.R.M. CS tun es genau so wie ein voll ausgestatteter RS5 oder Contrast. Mit jedem Fahrzeug lässt sich Spass haben auf der Piste und man ist nicht in jedem Fall unbedingt langsamer mit einem vermeintlichen Anfängerauto. Im Gegenteil. Am Anfang verzeihen die Plastik-Autos deutlich mehr Fehler, sind einfacher ein zu stellen und im Falle eines Crashs deutlich günstiger zu reparieren. Ideal also wenn man anfangen möchte.

Man muss Mitglied im Verein sein…

… um an einem Rennen teil zu nehmen oder auf einer Bahn zu fahren? Falsch! Die allermeisten Rennserien oder Freundschaftsrennen erfordern keine Mitgliedschaft in einem Verein. Wenn man nur mal so auf einer Bahn fahren möchte, muss man auch kein Mitglied sein. Der überwiegende Teil der Rennstrecken bietet Tage für Gastfahrer an. Hier kann man, mit oder ohne vorherige Anmeldung, gegen eine geringe Gebühr sein Fahrkönnen auf einer Rennstrecke ausprobieren. Hier erfahrt ihr mehr über die Mitgliedschaft in einem Verein.

Eine Versicherung…

EVO Totalschaden…benötigt man am Anfang ebenfalls nicht wirklich. Im Grunde ist dieses Thema viel wichtiger wenn man alleine auf einem Parkplatz fährt denn dabei handelt es sich um einen öffentlichen, nicht abgesperrten Raum. Sollte auf einem Parkplatz fahren muss man sich Gedanken um eine ausreichende Versicherung machen. Auf einer Rennstrecke ist man in aller Regel über eine Gastfahrerversicherung des DMC abgesichert, eine eigene Versicherung braucht man zum Fahren auf Rennstrecken als Gastfahrer oder im Rahmen von Rennen nicht. Das bedeutet nicht, dass Schäden am eigenen Fahrzeug oder an anderen Fahrzeugen abgedeckt sind sondern im Fall von Personenschäden oder Schäden an anderen Hab und Gut. Mit einer DMC Mitgliedschaft ist jeder Fahrer ebenfalls abgesichert aber nur dann wenn er auf einer geeigneten Rennstrecke fährt. Hier erfahrt ihr mehr zum Thema „Versicherung“.

Man muss DMC Mitglied sein…

…um an Rennen teilnehmen zu dürfen? Nein, man benötigt keine DMC Mitgliedschaft um an Rennen teilnehmen zu können/zu dürfen. Eine Einschränkung gibt es hier jedoch: Alle Läufe und Vorläufe zu Deutschen– (SK Läufe und DM) und Internationalen Meisterschaften können nur durch DMC Mitglieder bestritten werden. Bei allen Weiteren Rennen können alle teilnehmen, auch wenn sie nicht im DMC gemeldet sind. Dies betrifft Freundschaftsrennen, H.A.R.M. Challenge und ähnliche Läufe. Oftmals muss man seine DMC Nummer in der Nennung angeben, sollte man eine besitzen. Wenn man keine hat – auch gut.

Ein Transponder…

… dient zur Erfassung der Runden und der Rundenzeiten. Bei den allermeisten Rennen wird ein persönlicher Transponder von AMB vorausgesetzt. Diese Transponder kann man beispielsweise bei eBay ab und zu günstig erstehen oder über den Onlineshop des DMC oder einschlägige andere Händler beziehen. Neu kosten diese etwa 70,-€. Wichtig hierbei ist, dass ihr den heuest möglichen Transpondertyp kauft. RC3 Transponder oder ähnliche werden nicht mehr verwendet. Wenn man, weil man gerade erst eingestiegen ist oder nur mal rein schnuppern will, noch keinen eigenen Transponder besitzt, kann man beim austragenden Verein freundlich nachfragen ob es die Möglichkeit gibt einzelne Transponder für die Veranstaltung zu leihen. Manche Vereine haben solche Leihtransponder, wieder andere greifen auf Transponder von Mitgliedern zurück. Auch lohnt es sich andere die am Rennen teil nehmen zu fragen – häufig haben Fahrer Ersatztransponder die ausgeliehen werden können. Daher: Lasst euch durch die Notwendigkeit eines Transponders nicht davon abhalten euch für ein Rennen zu interessieren, es gibt immer Mittel und Wege!

Was braucht man denn dann?

Zunächst braucht man ein klein Wenig Selbstvertrauen und Mut. Keiner streitet ab, dass es bei den ersten Malen (und auch danach noch) aufregend ist zu einem Rennen zu fahren. Man sollte sich aber nie dadurch abhalten zu glauben man sei nicht gut genug oder hätte nicht das entsprechende Material. Rennveranstaltungen leben von der Vielfalt seiner Teilnehmer und die Teilnehmer lernen von anderen. Nur wenn man zu Rennen fährt, lernt man Rennen zu fahren. Letzte Bauernweisheit: Jeder hat mal klein angefangen.

Was man braucht ist ein Rennauto, ein klein wenig passendes Werkzeug, eine Fernsteuerung, Sprit, geladene Akkus und die Bereitschaft Spass zu haben. Alles drumherum kann man organisieren und die Clubs bzw. dessen Mitglieder und die anderen Fahrer sind in den allermeisten Fällen gerne bereit hierbei behilflich zu sein.

Was bringt mir die Teilnahme an Rennen?

Siegerehrung ExpertWie schon erwähnt: In aller erster Line Spass! Es gibt einen riesigen Kick mit anderen um die Wette zu fahren. Die Nervosität vor dem Start, die Anspannung während des Rennens, die Konzentration und dann die Erleichterung und das gute Gefühl nach dem Rennen. „Nur an Rennen lernt man Rennen zu fahren“ wurde weiter oben bereits erwähnt und ist absolut wahr. Man verbessert sein Fahrkönnen von Rennen zu Rennen. Man lernt fair mit anderen Fahrern um Positionen zu kämpfen und exakt zu fahren. Anhand der Zeitnahme sieht man welchen Effekt auch kleine Fahrzeugeinstellungen haben können. Die anderen Teilnehmer an den Rennveranstaltungen können einen dabei helfen sein Auto besser zu verstehen und sind ebenfalls dort um Spass zu haben. Man kommt ins Gespräch, trinkt ein- oder zwei Gerstenkaltschale und freundet sich an. All das zusammen nennt man auch „Hobby“… Muss man mehr sagen? Traut euch!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

Loading...