„Wintersport“: Mini-Z in Germersheim

Der Großmodellsport ist größtenteils nur etwas für den Sommer. Nichts ist schöner als bei gutem Wetter und guten Streckenbedingungen auf einer Outdoor Rennstrecke zu fahren und Indoor Rennstrecken sind rar. Also was machen im Winter? Viele Großmodellfahrer möbeln im Winter ihr Equipment auf und denken an die kommende Saison. Viele davon fahren im Winter als Ausgleich kleinere Maßstäbe in Elektro und Verbrenner. Hier möchten wir euch das Mini-Z Fahren, speziell auf der Rennstrecke in Germersheim, kurz vorstellen.

Zunächst zu den Grundlagen: Mini-Z ist eine RC-Car-Autoklasse, im Maßstab 1:24-28 vom japanischen Hersteller Kyosho. Die Autos werden ausschließlich elektrisch betrieben und werden von vier AAA Zellen mit Strom versorgt. Aufgrund der kleinen Größe und des elektro Antriebes kann man mit Mini-Z fast überall fahren. Das macht sie speziell als „Wintersport“ sehr interessant. Gefahren wird meist auf Teppich oder so genanntem RCP (einem Schaumstoff).

Nun soll es auch um die Rennstrecke in Germersheim gehen. Diese ist vor Kurzem von einer Fabrikhalle in Germersheim-Sondernheim in das Dachgeschoss des Deutschen Straßenmuseum in Germersheim gezogen. Die Strecke zählt zu einer der längsten in Deutschland und bietet neben der Mini-Z Bahn auch die Möglichkeit Slotcar zu fahren. Gefahren wird meist Sonntags und Dienstagabends. Hier ein kleines Video zur Veranschaulichung:

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Mini-Z Germersheim|http://www.youtube.com/watch?v=GloYVv2zlCI
Die „alte“ Rennstrecke in Sondernheim|http://www.youtube.com/watch?v=KpYip8BOVCs
Allererste Runden auf der neuen Strecke in Germersheim|http://www.youtube.com/watch?v=0yrRZ2dBQcI
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Also was genau macht Mini-Z fahren so spannend? Zum einen sind die Fahrzeuge recht erschwinglich. Mit einer Investition für einen neuen Mini-Z MR03 (das ist die neueste Version) muss man ca. 180€ einplanen – je nach Händler und Modell. Es gibt eine enorme Bandbreite an verschiedenen Karosserien und allen möglichen Formen und Farben. Von normalen Straßenautos über Supersportwagen bis hin zu Gruppe-C ist alles vorhanden. In der Regen werden Mini-Z wie „die Großen“ auch mit Hinterrad Antrieb gefahren. Es existieren zwar auch Allrad-Modelle, diese werden aber häufig zum Driften benutzt – mehr Spaß verspricht da der gute alte Hinterradantrieb. Auch beim Tuning von Mini-Z gibt es reichlich Möglichkeiten. Das tolle daran ist aber, dass man auch mit wenig Investitionen relativ schnell mitfahren kann. Man sollte aber folgendes „tunen“:

  • Anständige Akkus für das Fahrzeug (z.B. Orion 900 HV)
  • Ein Set Federn mit verschiedenen Härten für die Vorderachse
  • Ein Set T-Bars mit verschiedenen Härten
  • Ein Tuningmotor der mit den herkömmliche FETs noch gefahren werden kann
  • Gute Reifen (je nach Rennstrecke, Temperatur etc.)

Mit dieser Ausstattung kann jeder anständig und flott fahren.

Mini-Z gibt es auch mit 2,4Ghz Empfängern und kann mit einem Zusatzmodul auch von den großen Funken (z.B. T3PK) gesteuert werden. Das Modul ist zwar teurer als die Fernsteuerung von Kyosho, aber man hat dafür das Arbeitsgerät des Sommers auch im Winter in der Halle dabei und kann außerdem den Mini-Z noch besser einstellen als es mit der simplen Funke der Fall wäre.

Alles in Allem ein toller „Wintersport“ der die Reflexe fit hält für den Sommer. Wer Interesse an der Germersheimer Rennstrecke hat, kann die Seite des SRCC-Shops besuchen – hier gibt es alle notwendigen Informationen.

Viel Spaß und Keep Racing!

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